Viele Gummimaterialien lassen sich durch spezielle Mischungen feuerbeständig machen. Silikon, EPDM, Vamac® Ethylen-Acryl-Elastomer, Neopren, Naturkautschuk und Nitril können alle mit speziellen Flammschutzmitteln (FR) versetzt werden, um sie feuerbeständig zu machen.
Die Zugabe von flammhemmenden Inhaltsstoffen wie Antimontrioxid und Decabromdiphenyl wird häufig verwendet, um einen wirksamen Feuerschutz zu gewährleisten.
Für den Anfang eignen sich Materialien, die von Natur aus halogenfrei sind, wie beispielsweise Silikon und Vamac® Ethylen-Acryl-Elastomer.
Materialien wie Neopren (Polychloropren) basieren auf bestimmten chemischen Bestandteilen, darunter Chlor. Chlor, Brom, Fluor und Jod sind Halogene, was bedeutet, dass diese Bestandteile im Brandfall für den Menschen giftige Dämpfe freisetzen können.
Um halogenhaltige Werkstoffe feuerbeständig zu machen, müssen sie mit vielen Blockern versetzt werden. Dies kann jedoch zu einer Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften führen, wie z. B. einer geringeren Zugfestigkeit, Dehnung und einem merklich höheren spezifischen Gewicht.
Obwohl die meisten Silikone von Natur aus eine gute Flammwidrigkeit aufweisen, können sie durch die Zugabe von Blockern auch höhere Anforderungen an die Flammwidrigkeit erfüllen. Silikone sind raucharme Werkstoffe. Zündet man ein Stück Standard-Silikon an, entsteht dabei eine Rauchmenge, die fast der von Zigarettenrauch entspricht.
Da EPDM-Materialien keine Halogene enthalten, weisen sie eine gute Flammwidrigkeit auf. Wie bei Silikonen müssen sie jedoch mit Blockern versetzt werden, um die strengen Brandschutzbestimmungen zu erfüllen.
CR-Neopren ist keinesfalls feuerhemmend, aber deutlich weniger entflammbar als andere handelsübliche Gummimaterialien. Im Brandfall schmilzt das Material zwar, lässt sich aber leicht löschen.
Viton™/FKM eignet sich ideal für anspruchsvolle Dichtungsanwendungen und bietet die beste Flüssigkeitsbeständigkeit aller handelsüblichen Werkstoffe. Es ist zudem hochtemperaturbeständig.
Während Viton™/FKM die geringste Wahrscheinlichkeit aufweist, in Brand zu geraten, zersetzt sich FKM bei übermäßig hohen Temperaturen (oder im Brandfall) häufig und setzt dabei giftigen Fluorwasserstoff frei, der gefährlich ist.
Materialreferenz
Die folgende Tabelle soll bei der Materialauswahl für die Konstruktion von Gummiteilen/-produkten helfen. Die Gummimischung ist ein sehr umfangreiches und technisches Gebiet, da Basiskautschuke oder Elastomere mit verschiedenen Chemikalien und Inhaltsstoffen (und sogar untereinander) gemischt werden, um die gewünschten physikalischen Eigenschaften zu erzielen.
Es steht eine große Auswahl an Basispolymeren (Kautschuken) zur Verfügung, und es ist eine nahezu unendliche Vielfalt an Verbindungen mit einzigartigen physikalischen Eigenschaften sowie Beständigkeit gegenüber Chemikalien, Flüssigkeiten und Temperaturen möglich. Diese Tabelle behandelt daher nur sehr allgemeine Merkmale der gebräuchlichsten Basiskautschuk- oder Elastomerverbindungen; detailliertere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.
Nach der Einführung, Implementierung und Aktualisierung der europäischen Norm EN 45545-2 : 2020 entwickelte J-Flex eine breite Palette von elastomeren Produkten und Materialien, die den neuesten Anforderungen dieser Norm für Schienenfahrzeuge, Gleisanlagen und Bauprodukte/Bauelemente entsprechen.
Sicherheit ist etwas, worüber viele Pendler nicht nachdenken. Bevor jedoch ein neues Transportmittel für den Straßen- oder Schienenverkehr zugelassen wird, muss es eine Reihe von Tests bestehen. Diese Tests sind so konzipiert, dass sie selbst die unwahrscheinlichsten Situationen berücksichtigen, um die Sicherheit der Nutzer jederzeit zu gewährleisten.
Die Einführung der neuen feuerfesten Gummifolie ist nur eines von vielen neuen Kriterien, die eingeführt wurden, um Risiken zu minimieren und gleichzeitig für mehr Sicherheit zu sorgen. Diese neue Gummifolie ist ein bedeutender Fortschritt für die Sicherheit, insbesondere im Bahnsektor.
Wie bei all unseren industriellen Gummilösungen haben wir sichergestellt, dass unsere Produkte umfassend geprüft wurden. Sie sind nicht nur nach EN 45545-2 zugelassen, was für Schienenfahrzeugsanierer erforderlich ist, sondern verfügen auch über weitere Zertifizierungen.